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Monstera umtopfen – Tipps und Tricks für ein gesundes Pflanzenleben

Letztes Jahr habe ich mich bei der Erledigung des Wocheneinkaufs zu einem Spontankauf hinreißen lassen und eine Monstera Monkey Leaf mitgenommen. Sie wurde in einem kleinen 10 cm großen Topf verkauft, der zum damaligen Zeitpunkt schon nur noch knapp für den Wurzelballen gereicht hat.

Inzwischen ist meine Monstera stark gewachsen und der Topf ist deutlich zu klein geworden. Weil das Frühjahr der ideale Zeitpunkt zum Umtopfen von Pflanzen ist, bekommt meine Monstera Monkey Leaf heute einen größeren Blumentopf und frische Erde.

💡 Wann muss die Monstera umgetopft werden?

Es gibt einige untrügliche Anzeichen, die darauf hinweisen, dass es Zeit zum Umtopfen der Monstera wird:

  • Wurzeln schauen unten aus dem Topfboden
  • Sehr dicht bewachsener Wurzelballen
  • Gelbe oder braune Blätter an der Monstera
  • Verlangsamtes oder fast vollständig eingestelltes Wachstum
  • Die Erde ist ständig trocken bzw. du musst häufiger gießen
  • Allgemein ungesundes Aussehen der Pflanze

Der richtige Blumentopf für die Monstera

Beim Umtopfen der Monstera gilt – wie für die meisten anderen Pflanzen auch – dass der neue Blumentopf etwa 2-3 cm größer sein sollte als der alte. 

Weil der Pflanztopf meiner Monstera mit 10 cm ohnehin sehr knapp bemessen war, habe ich mich für einen neuen Blumentopf mit 16 cm Durchmesser entschieden.

Der von mir gewählte Pflanztopf hat Abzugslöcher und wird mit einem passenden Untersetzer geliefert, sodass überschüssiges Gießwasser schnell ablaufen kann und die Wurzeln nicht dauerhaft im Wasser stehen. 

Wenn dein Blumentopf keine Abflusslöcher hast, solltest du vorsichtig welche hineinbohren.

Blumenerde & Pflanzsubstrat

Die Monstera bevorzugt ein lockeres, durchlässiges Pflanzsubstrat. Staunässe ist unbedingt zu vermeiden, weil die Wurzeln schnell faulen.

Um die Drainage des Gießwassers zu fördern, belege ich den Topfboden mit einer Schicht Drainagematerial. Hier habe ich mich für das Compo Bio-Granulat Granuplant entschieden. Alternativ kannst du auch Blähton einer anderen Marke dazu verwenden. Auch Tonscherben oder grober Kies eignen sich dafür.

Gleichzeitig verhindern diese Materialien am Topfboden, dass die Blumenerde aus den Löchern heraus rieselt.

Für die Monstera ist spezielle Erde im Handel erhältlich und auch klassische Grünpflanzen- und Palmenerde ist zum Einsetzen der Pflanze geeignet. Ich habe gute Erfahrungen mit der Compo Universalerde gemacht, deswegen brauche ich zum Umtopfen meiner Monstera eine angebrochene Packung auf.

💡 Zum Umtopfen trage ich Einweg-Handschuhe, weil alle Pflanzenteile der Monstera Monkey Leaf giftig sind. Es ist deswegen wichtig, dass abgezupfte Blätter oder abgeschnittene Blätter sofort entsorgt werden und für Kinder und Haustiere unzugänglich sind.

Vorbereitung

Bevor ich mit dem Umtopfen der Monstera beginne, lege ich mir alle benötigten Materialien bereit:

  • Neuer Pflanztopf
  • Blumenerde oder Spezialerde
  • Drainagematerial
  • Scharfe Schere
  • Einweg-Handschuhe

An meiner Monstera lässt sich gut erkennen, dass es höchste Zeit zum Umtopfen ist. Ich befreie den Wurzelballen zunächst von dem alten Pflanzgefäß und kann hier beobachten, dass er sehr dicht durchwurzelt ist. Die Wurzeln ragen bereits aus den Ablauflöchern im Pflanztopf und es ist sehr offensichtlich, dass der Topf zu klein für meine Pflanze ist.

Das Umtopfen ist die ideale Gelegenheit, um die Wurzeln auf Fäulnis zu kontrollieren. Abgesehen von dem zu engen Raum sehen die Wurzeln meiner Monstera noch gesund aus, sodass ich hier nicht die Schere ansetzen muss.

Weist deine Monstera bereits verfaulte Wurzeln auf, solltest du diese vor dem erneuten Einpflanzen mit einer scharfen Schere entfernen.

Monstera umtopfen - Schritt für Schritt

Schritt 1: Befülle den Pflanztopf mit Drainagematerial und Erde

Ich schichte das Drainagematerial etwa 1 cm hoch auf den Boden des neuen Pflanztopfes und gebe anschließend eine volle Hand der neuen Erde darauf.


Schritt 2: Monstera aus dem alten Blumentopf entfernen:

Kippe den Blumentopf leicht und halte die Monstera knapp oberhalb des Wurzelballens am Stamm fest. Ziehe sie vorsichtig aus dem alten Blumentopf heraus. Ziehe dabei nicht zu fest, um die Wurzeln nicht zu beschädigen.

Sitzt der Wurzelballen sehr fest, kannst du den Topf einige Male auf dem Boden klopfen oder rundherum mit den Händen drücken, um den Ballen zu lockern. Solltest du auch dann keinen Erfolg haben, musst du den alten Blumentopf mit einem scharfen Messer oder einer Schere zerschneiden.

Schritt 3: Wurzeln von alter Erde befreien und auf Schäden überprüfen

Um die Wurzeln von der alten Blumenerde zu befreien, kannst du den Wurzelballen leicht zwischen den Fingern drücken. Besonders gut geht das, wenn die Erde noch leicht feucht vom letzten Gießen ist. Auch die Wurzeln verkraften das Herauslösen aus dem alten Wurzelballen besser, wenn sie feucht sind.

Achte bei der Entfernung der alten Blumenerde darauf, dass du dabei die Wurzeln nicht beschädigst.

Untersuche die Wurzeln auf Fäulnis oder Schädlinge. Gesunde Wurzeln sind fest und meist weiß. Schneide abgestorbene, verfaulte oder übermäßig lange Wurzeln ab. Verfilzte Wurzeln kannst du vorsichtig mit den Fingern lösen.

Nachdem ich einen Großteil der alten Erde entfernt habe, sieht der Wurzelballen so aus wie rechts auf dem Bild.


Schritt 4: Platziere die Wurzeln der Monstera auf der eingefüllten Schicht des Substrates

Ich setze meine Monstera mittig in den neuen Pflanztopf ein und achte darauf, dass die Wurzeln sich gleichmäßig im Topf verteilen können. Halte sie dabei ungefähr auf der Höhe, auf der sie später auch im Topf sitzen sollte.

Schritt 5: Platziere die Wurzeln der Monstera auf der eingefüllten Schicht des Substrates

Ich setze meine Monstera mittig in den neuen Pflanztopf ein und achte darauf, dass die Wurzeln sich gleichmäßig im Topf verteilen können. Halte sie dabei ungefähr auf der Höhe, auf der sie später auch im Topf sitzen sollte.


Schritt 6: Auffüllen des Pflanztopfes mit Blumenerde

Anschließend schichte ich rund um den Stamm der Pflanze die Blumenerde so ein, dass die Wurzeln vollständig mit Erde bedeckt werden. Klopfe den Blumentopf zwischendurch auf den Tisch oder den Boden auf, damit sich keine Luftkammern zwischen den Wurzeln bilden und sich die Erde gleichmäßig im Gefäß verteilt.

Damit die Wurzeln Halt in der Erde finden, musst du die Erde beim Einschichten leicht andrücken. Verdichte das Substrat dabei nicht zu sehr, damit Luft und Wasser die Erde noch gut durchdringen können.

Schritt 7: Angießen

Neue Blumenerde ist aus logistischen Gründen in der Regel recht trocken, deswegen solltest du die Monstera gründlich gießen, wenn du sie umgetopft hast. Gieße gleichmäßig so viel Wasser in die Erde, dass sie unten aus dem Topf in den Untersetzer austritt. Überschüssiges Wasser solltest du anschließend entfernen, weil die Monstera nicht gern im Wasser steht.


Optionaler Schritt: Ableger schneiden

Ich nutze die Gelegenheit außerdem, um einen Ableger zu schneiden. Beim Einpflanzen ist mir aufgefallen, dass eine der vier Ranken deutlich über einen Meter lang ist.

Ich schneide sie deswegen ab, damit die Pflanze gleichmäßig weiterwachsen kann. Den abgeschnittenen Steckling verwende ich weiter, um meine Monstera zu vermehren. Wie ich das genau gemacht habe, kannst du in einem separaten Beitrag nachlesen.

Nach dem Umtopfen kannst du deine Monstera zurück an ihren angestammten Platz bringen. Halte die Erde gleichmäßig feucht, aber nicht nass. Beobachte die Monstera in den nächsten Wochen auf Zeichen von Stress oder Anpassungsproblemen.

In seltenen Fällen kann es vorkommen, dass Blumenerde mit Trauermückenlarven verunreinigt ist. Wie du Schädlinge an deiner Monstera erkennst und erfolgreich bekämpfen kannst, erklären wir dir in einem anderen Beitrag.

Weil frische Blumenerde reich an Nährstoffen ist, musst du deine Monstera die ersten Wochen nach dem Umtopfen nicht düngen. 

Die richtige Pflege nach dem Umtopfen

💡 Etwa 4-6 Wochen nach dem Umtopfen solltest du die Monstera das erste Mal düngen.

Fertig!

Meine Monstera Monkey Leaf steht im Büro auf einem Sideboard, direkt neben einem großen Fenster. Dort bekommt sie genügend Licht und fühlt sich seit ihrem Einzug bei mir wohl.

Ich habe mich dazu entschieden, die inzwischen recht lang gewordenen Ranken hochzubinden. Du kannst sie alternativ aber auch herunter wachsen lassen. 

Was der Unterschied zwischen diesen beiden Varianten ist, erklären wir in einem anderen Beitrag.